PM: Mobile Beratung Niedersachsen fordert schnellen Schutz für bedrohten Journalisten und lange überfällige Konsequenzen für die Täter

Nach der erneuten Bedrohung des Fachjournalisten und Sprechers des Bündnis gegen Rechts Braunschweig David Janzen fordert die Mobile Beratung Niedersachsen schnelle und deutliche Konsequenzen von Strafverfolgungsbehörden und Justiz.

„Wenn eine engagierte Einzelperson wie David Janzen monatelang in seinem privaten Wohnumfeld Bedrohungen ausgesetzt ist, ist das nicht hinnehmbar für die gesamte demokratische Gesellschaft“ erklärt Kristin Harney aus dem Regionalbüro Süd der Mobilen Beratung Niedersachsen.

An dieser Stelle gilt es David Janzen, dem Bündnis gegen Rechts in Braunschweig und anderen, die sich tagtäglich für ein demokratisches Miteinander und den Schutz von Minderheitenrechten engagieren sowie sich dem Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor Ort widmen, Unterstützung und Solidarität zu leisten.

„Wir fordern einen konsequenten Schutz von David Janzen und seiner Familie, eine schnelle und positive Entscheidung des Gerichtes auf das Annäherungsverbot und lange überfällige deutliche juristische Antworten für die Täter“, so Harney. Es gilt der Wahrnehmung der Täter zu widersprechen, dass Angriffe auf Parteibüros oder Bedrohungen und Angriffe auf ideologische Feindbilder folgenlos bleiben können.

Bleiben die Aktivitäten der Neonazis in Braunschweig weiterhin fast folgenlos, wird der Vertrauensverlust in Polizei und Justiz im Umgang mit rechter Gewalt bei (potentiell) Betroffenen weiter zunehmen. Diese rechtsextremen Drohungen und Angriffe haben das Ziel, Personen und Gruppen einzuschüchtern und ihr Engagement zurückzudrängen. Die Ängste vor rechten Mordanschlägen sind im Kontext von Taten wie in Kassel, Halle oder Hanau auch für Menschen hier in Braunschweig realer geworden. Harney: „Es ist wichtig, dass auch der Staat zeigt, dass Engagierte im Kampf gegen Rechtsextremismus unterstützt werden und der Schutz von Betroffenen rechter Gewalt nicht zu einer Floskel verkommt“.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an das Regionalbüro Süd der Mobilen Beratung Niedersachsen:
Tel: 0152 034 314 29 oder per Mail: sued@mbt-niedersachsen.de