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Pressevertreter:innen sehen sich auch in Niedersachsen immer wieder Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Besonders die extreme Rechte versucht immer wieder, journalistische Arbeit zu behindern. Mit einer Podiumsveranstaltung lässt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Journalist:innen zu Wort kommen.

Hassbotschaften, Morddrohungen, tätliche Angriffe, Mordversuche: Die Bedrohungslage für Journalist:innen, die über die extreme Rechte berichten, hat – nicht zuletzt im Zuge der Proteste gegen die Anti-Corona-Maßnahmen – zugenommen. Das Risiko, bei Recherchen, auf Demonstrationen oder rechten Veranstaltungen Opfer von Gewalt zu werden, war selten so hoch wie zurzeit. Journalist:innen fordern Politik und Polizei schon lange auf, für adäquaten Schutz zu sorgen. Berichte über Angriffe häufen sich dennoch; auch die Polizei scheint die Presse oft genug als Risikofaktor oder Provokateurin wahrzunehmen oder ist nicht in der Lage, Schutz für die Berichterstattung zu gewährleisten.

Schon die „Pegida“-Bewegung erhob berichtende Journalist:innen, vor allem jene der öffentlich-rechtlichen Medien, zum Feindbild. Das Wort „Lügenpresse“ wurde 2014 Unwort des Jahres. Ein ähnliches Bild bietet sich während den sogenannten „Corona-Protesten“: Beschimpfungen, Verächtlichmachung, Bedrohungen bis hin zur Jagd auf Pressevertreter:innen prägen das Bild der Versammlungen immer wieder.

Gerade Fachjournalist:innen, die über die extreme Rechte berichten, sehen sich einer hohen Bedrohungslage ausgesetzt. Der Fachjournalist David Janzen bekam einen abgetrennten Schweinekopf nach Hause geschickt, Merlin Meier, ebenfalls Fachjournalist mit dem Schwerpunkt extreme Rechte, wurde von Neonazis während einer Recherche mit einem Messer, sein Kollege mit einem Schraubenschlüssel am Kopf verletzt.

Auf dem digitalen Podium berichten über ihre Erfahrungen:

– Andrea Röpke (Freie Fachjournalistin und Autorin)

– Merlin Meier (Freier Fachjournalist)

– Chelsy Haß (Journalistin der Nord-West-Zeitung)

– Peter Dinkloh (Mediensekretär der dju in ver.di/Landesbezirk Niedersachsen-Bremen)

Moderation: Angelika Henkel (Journalistin)

Die Veranstaltung wird organisiert von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie und findet am Donnerstag, den 03.03.2022 um 18:30 Uhr online statt.

Der Flyer zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

Anmelden können Sie sich mit Angabe ihres Namens unter projektleitung@mbt-niedersachsen.de

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